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Rechenschaftsbericht Spendenjahr 2005 |
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01.02.2005 Berlin und Port-au-Prince
Anmerkungen des Vorstandsvorsitzenden in eigener Sache:
hätte man mir vor zwanzig Jahren, als ich Haiti das erste Mal betreten habe, vorhergesagt, wo wir heute stehen werden, ich hätte es nicht für möglich gehalten!
Vor zwanzig Jahren habe ich das erste Mal Haitianischen Boden betreten. Zurückgeblieben sind ein tiefer Eindruck von Land und Leuten, und ein kleines Patenkind namens Natacha, die ich nie aus den Augen gelassen habe. Heute ist Natacha eine junge Frau von vierundzwanzig Jahren. Sie ist in verantwortlicher Position im Stammprojekt von HaitiCare, und sie zeichnet gleichzeitig als Direktrice verantwortlich für unser Projekt Zwei, unserer neuen Montessori Vorschule, die Ende September die Tore für die armen Kinder aus Carrefour Feuilles öffnete. Kurz, Natacha ist Dreh- und Angelpunkt unserer Projekte in Haiti. Wenn das keine praktizierte Entwicklungshilfe ist, was dann? Der Kreis schließt sich: die damals kleine Natacha ist heute in der Lage, junge Menschen in Haiti zur Selbsthilfe anzuleiten, die ebenfalls ihren Weg gehen werden. Wir generieren nicht nur Schulbildung, Essen, medizinische Versorgung und Aufklärung. Wir schaffen auch Arbeitsplätze und Zukunft für junge Menschen.
DAS GANZE SCHAFFEN WIR SEIT JAHREN MIT IHNEN ALS PATEN UND SPENDER, DANKE!!!
Lage in Haiti: Lassen Sie uns bitte noch einen kurzen Blick zurück ins Jahr 2004 werfen: Wenn wir schon glaubten, dass das Jahr 2003 für Haiti schwer war, so hat das Jahr 2004 diesem armen Land den Rest gegeben! Ein politischer Umsturz mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen, eine nicht sehr starke Übergangsregierung, die die Bandenkriminalität der rivalisierenden Gruppen nicht in den Griff bekommt. Paralysierte UNO Truppen und dazu noch eine Flutkatastrophe im Mai und eine noch größere im September. Das Land liegt mehr am Boden als je zuvor. Die Sicherheitslage lässt zu wünschen übrig, seit Anhänger des ehemaligen Präsidenten für Unruhe und Gewalt sorgen. Die Regierung und die UNO Truppen haben große Teile des Landes und der Hauptstadt nicht im Griff. Ständig steigende Preise und die allgegenwärtige Unsicherheit zermürbt die Menschen. Für 2005 sind nun Wahlen angesagt, und es bleibt zu hoffen, dass sie gewaltfrei ablaufen, was viele für kaum möglich halten. Stehen sich doch die politisch kriminellen Lager sehr unversöhnlich gegenüber.
In Deutschland waren wir unermüdlich am Spenden sammeln. Wir hatten viel Glück mit der Spendenbereitschaft, denn unsere Paten und Spender waren besonders fleißig! Glück hatten wir auch mit dem starken Euro, der es uns ermöglichte unseren gestiegenen Verpflichtungen nachzukommen.
Unser Spendenergebnis lag um 43,44 % gegenüber dem des Vorjahres und stellt damit alle vorigen Ergebnisse in den Schatten! DAS IST EIN GRUND ZU FEIERN UND DANK ZU SAGEN!!!
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