|
|
 |
Politische Entwicklung |
 |
 |
| ... unterbrach mit brutaler Gewalt den Demokratisierungsprozess. Mord, Folter, Vergewaltigung und Repression bestimmten wieder den Alltag in Haiti. Erst September 1994 setzte eine Internationale Friedenstruppe unter Führung der USA dem grausamen Spuk ein Ende, der Tausende von Toten gefordert und das Land in ein noch größeres wirtschaftliches Desaster gestürzt hat. |
 |
Dieses Land ist für die Industriewelt uninteressant. Strategisch ist es unwichtig, eine kommunistische Bedrohung der USA ist nicht mehr gegeben. .... aber auch der Hoffnungsträger Aristide konnte die Hoffnungen der Armen nicht erfüllen. Er verstrickte sich - oder wurde verstrickt - in Korruption und Drogenhandel. Wahlmanipulationen wurden ihm vorgeworfen. Nach wochenlangen Unruhen durch ihm ehemals ergebene Paramilitärs und gut (vom wem wohl?) ausgerüsteten Exmilitärs aus der Duvallierzeit verließ Aristide am 29. Februar 2004 das Land (freiwillig?). Heute ist Haiti erneut von einer internationalen Friedenstruppe besetzt, die aber an der Entwaffnung der Paramilitärs nicht interessiert ist. Die alten Fehler wiederholen sich. Eine Übergangsregierung ohne Executive lenkt die Geschicke des Landes. Uns bleibt die Hoffnung....
|
|
|
 | Reiche Elite |  |
Von Industriestaaten unterstützte Despoten, Geschäftemacher und reiche Eliten
des Landes haben es in 200 Jahren total heruntergewirtschaftet und zum
Umschlagplatz für den internationalen Drogenhandel und Leichtlohnland mutieren
lassen. Ökologisch und Ökonomisch ist dieses Land praktisch zerstört. Staatliche
Hilfe hat es in der Vergangenheit nicht gegeben und Hilfslieferungen wurden von
Militär und Polizei unterschlagen und zugunsten der eigenen Bereicherung
verschoben. So auch erhofft, es hat sich bisher wirtschaftlich nichts zum
Positiven für die Armen in Haiti gewendet. Die politische Situation ist
instabiler denn je, die Staatskassen sind hoffnungslos leer, öffentliche
Versorgung oder Infrastruktur sind nicht oder nur kaum gegeben.
| | |  | Privatisierung |  |
Die von den Industrieländern geforderte "Liberalisierung" - also den Verkauf
lukrativer staatlicher Unternehmen an Familien, die 1991 den Militärputsch
finanziert haben - bringt die Armen wieder einmal mehr in die Zwickmühle.
Privatisierung bedeutet den Verlust Tausender von Arbeitsplätzen und für
Hunderttausende Hunger, Not und Elend. Keine Privatisierung zu Gunsten der
Reichen bedeutet: Kein Geld von den Industriestaaten und damit weiterhin leere
Staatskassen.
Also weiterhin kein Fortschritt für die Armen, die immerhin achtzig Prozent
der Bevölkerung stellen. Der Weg zur Demokratie ist nach Jahrzenten Diktatur,
Chaos und Korruption dornig, und es trifft einmal mehr die Armen Menschen ohne
Perspektive. Millionen Dollar dringend benötigter Hilfsgelder liegen noch immer
auf Eis. Es bleibt zu hoffen, dass die Übergangsregierung faire Neuwahlen
ausschreibt und die Armen in diesem Land endlich in würdiger Armut leben
können....
| | |
|
|
|
 |
Informationen |
 |
| |
|
|
|
|